Die GasanlageZunächst wird das Faulgas aus den Faultürmen gesammelt und im Gasmessraum über Kiestöpfe entwässert. Dabei kontrolliert man Qualität und Menge des Gases, bevor es im Trockengasbehälter zwischengespeichert wird. Als Noteinrichtung ist eine Gasfackel zum Abbrennen von überschüssigem Faulgas installiert.

 

 

 

 

 

 

EnergieerzeugungVerwertet wird das gereinigte Faulgas in zwei Gasmotoren, die wiederum Generatoren antreiben. Die beiden BHKWs sind in der Gasmotorenstation untergebracht. Mit der Abwärme der Motoren und Abgase können die Faultürme und bei Bedarf auch das Betriebsgebäude geheizt werden. Für Zeiten mit Spitzenwärmebedarf sind im Kesselhaus (23) zwei Gaskessel installiert, die sich ersatzweise auch mit Erdgas befeuern lassen. Der Eigenstrom, den die Generatoren erzeugen, dient dazu, den Strombezug aus dem Netz zu verringern. Zusätzlich dient der selbst erzeugte Strom zur Notversorgung. Bei Netzausfall ermöglicht das einen Überbrückungsbetrieb der Anlage.

 

Durch die Faulgaserzeugung verbessert sich die Energiebilanz der Kläranlage: Beim Abbau von Biomasse wird mehr Energie erzeugt, als man einsetzen muss, um die Faulung in Gang zu halten. So kommt die Kläranlage mit weniger Energie von außen aus. Gleichzeitig wird der Schlamm beim Ausfaulen „stabilisiert“, das heißt bei der späteren Verwendung oder Ablagerung können keine Faulprozesse mehr ablaufen. Das ist insofern wichtig, als das bei der Fäulnis entstehende Methangas erhebliche Schäden an der Ozonschicht verursacht. Es ist also ökologisch sinnvoll, dieses Methangas in den Faultürmen der Anlage aufzufangen und zu nutzen.

 
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