Der Primärschlamm aus der mechanischen Abwasserreinigung wird in den Voreindickern mit Krählwerk, auf eine Trockensubstanz im Schlamm von etwa fünf Prozent voreingedickt.

Das überstehende Trübwasser wird in die Trübwasserbehandlung zurückgeleitet, während der eingedickte Primärschlamm in die Faulbehälter gepumpt wird.

Sämtliche Eindicker – auch die für den Faulschlamm – sind abgedeckt, um eine Geruchsbelästigung zu vermeiden. Die Abluft wird abgesaugt und in einem Biofilter gereinigt.

Der Überschußschlamm aus der biologischen Stufe wird in einer maschinellen Schlammeindickungsanlage mit Seihband und Trommelsieb behandelt. Wenn der Schlamm bis auf über fünf Prozent Trockensubstanz eingedickt ist, pumpt man ihn in die Faulbehälter. Das Filtrat fließt zum Pumpwerk im Kläranlagenzulauf.

In den beiden Faulbehältern arbeiten Methanbakterien unter Luftabschluss im eingedickten Schlamm und produzieren dabei brennbares Biogas (Klärgas) mit einem Methangehalt von etwa 65 Prozent. Dieser Faulvorgang läuft bei einer Temperatur von 35°C ab, weswegen man die Behälter beheizt. In den beiden jeweils 3.000m3 fassenden Türmen wird der Faulschlamm dazu umgewälzt und mit einem Leitungssystem samt außenliegenden Wärmetauschern erwärmt.

Die beiden Faulbehälter können sowohl seriell als auch parallel betriebenwerden.

Während der Rohschlammbeschickung wird die gleiche Menge an ausgefaulten Schlamm aus den Faulbehältern verdrängt und in den Nacheindicker und weiter in den Vorlagebehälter zur Schlammentwässerung geleitet und zwischengespeichert.

faulschlammentwaesserung

Mit einem Rührwerk wird der Inhalt des Vorlagebehälters homogenisiert, damit der Schlamm immer die gleiche Qualität hat, wenn er in die abschließende Entwässerungsstufe geht. Das abgeschiedene Trübwasser aus dem Nacheindicker gelangt zur Trübwasserbehandlung.

In einer Hochleistungszentrifuge wird der ausgefaulte und eingedickte Schlamm nach Zusatz von Flockungshilfsmitteln zu festen Schlammkuchen mit etwa 25 bis 30 Prozent Trockensubstanz entwässert. In dieser Qualität kann er beispielsweise zur Bodenverbesserung in der Landwirtschaft verwendet werden oder man kann ihn kompostieren, deponieren oder künftig auch verbrennen.

 

 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.